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Poetische Uhren von Van Cleef & Arpels
Uhren sind so eine Sache. Klar, die Luxus-Ticker haben oft eine atemberaubende Technik, aber so eine wirkliche Augenweide sind nur wenige und zum Träumen laden die meisten schon gar nicht ein. Da ist Schmuck doch schon eine andere Sache. Da kann man sich Blütenträume ans Ohr stecken, niedliche Kätzchen am Handgelenk baumeln lassen und üppige Fantasiegebilde um den Hals hängen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
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Dem Schweizer Wein auf der Spur
Gemeindekeller von Erlach
Immerhin etwa 1,1 Millionen Hektoliter Wein werden in der Schweiz jährlich produziert, davon knapp über 50 Prozent Weißwein. Die Rebfläche beträgt insgesamt 15.000 Hektar, davon drei Viertel in der Westschweiz. Im Ausland existiert der Schweizer Wein so gut wie nicht – nur ein Prozent wird exportiert. Wer durch die Schweiz reist, sollte unbedingt die Weine vor Ort probieren, denn es gibt immer wieder Überraschendes zu entdecken.
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Champagnerbomben statt Zuwendungen
Meine Mutter hat schon immer gesagt, ich hätte ein Problem mit Obrigkeit. Mag sein. Auf jeden Fall habe ich so langsam ein Problem mit der deutschen Politik und ihren Auswirkungen. Dank amerikanischem Vorbild und berufsmäßigen Spaßbremsen verkommt Deutschland zu einem Land von Angsthasen und Griesgramen. Und dann wundert man sich, wenn uns andere Länder bei den Patentanmeldungen überholen, die Zahl der psychisch Kranken stetig zunimmt und unsere Jugendlichen ausflippen.
| Geschrieben von: Andrea Przyklenk | |||
Politiker trotzen der KriseDer edelste aller Montblanc-Füller: das „Mystery Masterpiece“.
Auf dem ersten deutsche Marken- und Designkongress am 25./26. November 2009 im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau in Dresden beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Nachhaltigkeit von Luxus. Dabei wurde festgestellt, dass auch die Hersteller von Luxusgütern nicht von der Wirtschafts- und Finanzkrise verschont bleiben. Es gebe Anzeichen, dass die Branche in diesem Jahr «Federn lassen» müsse. Irgendwann trifft die Krise eben alle. Obwohl natürlich fraglich ist, weshalb ein Millionär sich den Champagner nicht mehr leisten oder seiner Freundin keinen Klunker mehr kaufen kann. Gut, es müssen nicht jedes Jahr 20 Paar Louboutins oder Manolos sein, aber eigentlich sind auch das Peanuts. Doch darben muss die Luxusgüterbranche nicht. Immerhin gibt es noch ausgabefreudige Politiker, die alles tun, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Geopfert haben sich sozusagen 115 Bundestagsabgeordnete. Wohl ahnend, dass die Öffentlichkeit ihren Einsatz nicht goutieren würde, haben sie eine beispiellose Rettungsaktion für die heimische Luxusgüterindustrie gestartet. Zwischen Januar und Oktober haben sie sich in aller Stille insgesamt 396 stilvolle Schreibgeräte der Marke Montblanc bestellt. Das macht pro Füller oder Stift einen Durchschnittspreis von nicht ganz 174 Euro. Auf jeden Abgeordneten kommen rechnerisch knapp 600 Euro. Das heißt, theoretisch hat sich jeder der 115 Aufrechten 3,5 Schreibgeräte bestellt. Waren wohl doch einige bescheidener als andere, denn mit einem halben Füller fängt man nichts an. Obwohl sich so mancher Bürger über die Verschwendung seiner Steuergelder erregen mag – alles ging völlig legal und mit rechten Dingen zu, denn die Abgeordneten haben die Möglichkeit, Bürokosten im Rahmen eines Kontos für Sachleistungen abzurechnen. Der Zusatztopf für Büromaterial müsse umgehend abgeschafft werden, forderte sogleich der Bund der Steuerzahler. Doch wer subventioniert dann in der Krise die Luxusindustrie? Opel wird wohl mit weitaus höheren Zahlungen subventioniert. Und abgesehen davon, dass ein Opel auf keinen Fall ein Luxusgut ist – von den Subventionen kriegt keiner einen Opel – nicht mal die Abgeordneten. Und im Übrigen: Bleiben wir doch fair – vielleicht hat das edle Schreibgerät ja zur Folge, dass in Zukunft spannendere Reden aus den Federn der Politiker fließen, auch wenn sie in der öffentlichen Meinung mal wieder Federn lassen müssen. Außerdem wollte sich keiner der Abgeordneten das „Mystery Masterpiece“ bestellen. Das hätte bei einem Wert von 730.000 US-Dollar die Staatsverschuldung doch noch einmal merklich in die Höhe getrieben.
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