Geschrieben von: Andrea Przyklenk   

Luxus-Bike: Bimota Oronero

Bike Oronero

Schon die Ankündigung der „Goldenen in Schwarz“ versetzte die Fans des Motorrad-Purismus in einen Freudentaumel. Allerdings wird nur wenigen Auserwählten die Chance zuteil, sie wirklich zu fahren, denn das Luxusgefährt wird nur in einer Limited Edition von 25 Exemplaren gebaut. Und auch der Preis von etwa 40.000 Euro dürfte die Mehrzahl der begeisterten Biker Grenzen abschrecken. Das Besondere an der Oronero? Sie ist die erste Straßenmaschine mit Carbonrahmen. Sogar die Schwinge besteht aus Carbon, Tank, Höcker, Räder und Verkleidung ebenfalls.

Bimota Oronero Motorrad

Damit erreicht das Edelbike nach Herstellerangaben das Traumverhältnis von einem PS pro Kilogramm (164 kg bei 164 PS). Für Rennfans verfügt die Oronero über ein GPS-System, das Rennstrecken erkennt und das Datarecording liefert. Abgesehen von diesen Gimmicks ist die Goldene Schwarze aber ziemlich puristisch und moderner Technik wie Schlupfregelung und ABS abhold. Motorrad fahren pur eben.

Carbon stammt übrigens aus dem Flugzeugbau und wird schon lange im Fahrradbau verwendet. Bimota hat für die Entwicklung des Carbonrahmens mit Fahrradbauern zusammengearbeitet. Hergestellt wird er von Bike Research. Im Vergleich zum Stahlrahmen der Oronero-Schwester DB7 ist der Carbonrahmen acht Kilo leichter, aber angeblich 30 Prozent steifer. Die Lagersitze und Achsaufnahmen werden aus Flugzeugaluminium gefertigt.

Kurven-Liebling

Bike

Kurven sind die Disziplin der superleichten Schönen aus Rimini, die von einem 1098-V2-Motor aus dem Hause Ducati angetrieben wird, der natürlich von den Bimota-Technikern ein paar Extras bekam. Dazu zählen ein Auspuffanlage mit Vorschalldämpfer, eine spezielle Einspritzung und ein neuer Luftfilterkasten.

Federung und Sitzposition zeigen sich laut Testberichten unerwartet bequem und nierenfreundlich, was man nur von den wenigsten italienischen Motorrädern behaupten kann. Dafür sorgen eine gut abgestimmte Marzocchi-Gabel und ein Federbein mit getrennt regelbarer High- und Lowspeed-Dämpfung.

Bike mit Carbonkarosserie


Michael Pfeiffer ließ sich bei einem Fahrbericht in der Zeitschrift „Motorrad“ zu folgenden Sätzen hinreißen: „Eine Serpentinenstrecke kommt gerade recht. Rauf hier, volle Kanne! Wow, wie die Bimota hochhämmert. Wie sie spielerisch durch die Wechselkurven schlenkert. Wie sie satt auf der Bremse liegt. Wie die Gänge dank Bimota-Rutschkupplung vor den Kehren heruntergeknallt werden können.

Mein Gott, warum kann so keine 1098 fahren?“ Muss man mehr sagen? Ja, Michael Pfeiffer hat noch eins drauf gesetzt: „Man muss schon ziemlich tief im Hauptspeicher stöbern, um ein ähnlich kurvenfreudiges Bike hervorzukramen.“

Bike

Alle Fotos: Bimota

Tipp: Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchte, dem sei die Bimota DB7, auf der die Oronero basiert, empfohlen. Sie kostet fast 13.000 Euro weniger. Gut, sie hat nur einen Gitterrohrrahmen aus Stahl und 160 PS, aber ansonsten bietet sie ebenfalls jede Menge Spaß und Fahrvergnügen. www.bimota.de

 

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