Der Maybach Zeppelin:
Parfüm-Belüftung in der Luxuslimousine
Auf 100 Exemplare limitiert
Große Autos interessieren mich eigentlich nicht besonders, aber der Maybach Zeppelin hat es mir angetan – nicht wegen seiner Motorleistung und auch nicht wegen der Plakette „Maybach Zeppelin – One of 100“ im Motorraum, sondern wegen der „Flakon-Beduftungsanlage“, die sogar patentiert wurde. Ist es nicht der Gipfel des Luxus, wenn man nicht schnöde Luft atmen muss, sondern auf Tastendruck edles Parfüm den Sinnen schmeichelt?
Kernstück der Anlage ist eine von innen beleuchtete Acrylglaskugel auf der Fond-Mittelkonsole, die der geneigte Besitzer mit einem Flakon seines Wunschparfüms befüllen kann. Innerhalb von zehn bis zwölf Sekunden nach dem Tastendruck zieht der gewählte Duft sanft in den Raum. Und keine Angst: Bei Fahrzeugen mit Trennwand, kriegt der Chauffeur nichts ab – die Parfüm-Beduftung kann nur von den Fondpassagieren aktiviert werden. Nach zehn Minuten schaltet die Anlage übrigens ab, und verhindert so, dass man sich an den Geruch gewöhnt und ihn nicht mehr wahrnimmt. Nach dem Ausschalten ist der Duft in kürzester Zeit verschwunden. Und dass ja niemand auf die Idee komme, das Auto würde ständig nach Parfüm riechen oder gar die Kleidung der Passagiere. Mitnichten.
Übrigens werden zwei exklusive Düfte mitgeliefert, die von Givaudan speziell für Maybach entwickelt wurden. Einer „leicht und erfrischend“, der andere „holziger, goldener und schwerer“. Die Grundlage für letzteren ist Agarwood, das teuerste Holz der Welt. Die Duftbehälter sind leicht auszuwechseln. Schließlich verlangen unterschiedliche Situationen unterschiedliche Düfte. Drei mundgeblasene Flakons eines bekannten Künstlers gehören zum Lieferumfang.
In bester Tradition von Karl Maybach
Weltweit ist das Flagschiff von Maybach auf 100 Exemplare limitiert. Der Zeppelin ist eine Hommage an den von Karl Maybach 1930 entwickelten Luxuswagen. Seinen Zwölfzylindermotor leitete Maybach damals konstruktiv von dem Triebwerk ab, das er für die Luftschiffe von Ferdinand Graf Zeppelin entwickelt hatte. Deshalb nannte er den ersten Serienzwölfzylinder Deutschlands auch „Zeppelin“.
Über die technischen Daten des heutigen Maybach Zeppelin muss man nicht viele Worte verlieren. Es ist sozusagen selbstverständlich, dass der von Mercedes-AMG entwickelte 6,0-Liter-V12-Biturbomotor modernsten Ansprüchen genügt. Mit 471 kW bzw. 640 PS und einem elektronisch geregelten maximalen Drehmoment von 1.000 Newtonmeter schafft es das sportlich ausgelegte Modell 57 aus dem Stand in 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Der als Chauffeur-Fahrzeug konzipierte 62 braucht dafür 5,1 Sekunden. Was wirklich zählt beim Maybach Zeppelin sind die aufwändige Verarbeitung der kleinsten Details und die Individualität, die der Käufer „seinem“ Zeppelin verleihen kann.
Luxus-Automobil bis ins Detail
Innen wie außen präsentiert sich der Luxuskreuzer gediegen und außergewöhnlich. Da ist zuerst die in vielen Arbeitgängen aufgetragene zweifarbige Sonderlackierung zu erwähnen. Die Schulterlinie in Rocky Mountains Hellbraun schafft einen stilvoll spannenden Kontrast zum Karosseriekörper in Taiga Schwarz. Die 20-Zoll-Felgen in Chrome Shadow sind im Grundton Schwarz lackiert. Das anschließend aufgetragene Silber sorgt dafür, dass der Dunkelgrad von außen nach innen stufenlos zunimmt. Die Außenspiegel tragen nicht nur durch ihre größere Spiegelfläche zu einer verbesserten Sicherheit bei, sondern erzeugen extrem wenig Windgeräusche. Die Innenausstattung ist natürlich aus feinstem Leder in California Beige und Stromboli, dessen schwarze Färbung durch eine besondere Behandlung in ein schimmerndes Tiefschwarz verwandelt wurde, die hervorragend zur Klavierlackoberfläche der Zierteile passt.
Kaum noch erwähnenswert, dass die Füße der Insassen auf echten Lammfellen stehen und silberne Sektkelche mit dem Namenszug „Maybach Zeppelin“ mitgeliefert werden. Den Namenszug entdeckt man auch auf den Einstiegsschienen, auf dem Schlüsselanhänger und auf der Mittelkonsole. Ebenfalls bemerkenswert die Lichtspiele im Zeppelin, besonders was das elektrotransparente Panoramadach für die Maybach 62-Modelle anbelangt. Die Flüssigkristallfolie aus elektrisch leitfähigem Polymer-Kunststoff gestattet ungewöhnliche Beleuchtungsvarianten.
Innovativer Luxus
Die Ingenieure und Designer schrecken nicht einmal davor zurück, Stein zu biegen. Die Applikationen und Zierteile können nämlich wahlweise auch in indischem Granit Star Galaxy gewählt werden, einem seltenen, tiefschwarzen Stein mit goldfarbenen Einschlüssen. Um die extrem dünnen Steinplatten auch um enge Radien legen zu können, ohne die Wirkung des Steins zu mindern ging man unkonventionelle Wege. Es ist gelungen, die mikrokristalline Struktur des Stein nicht zu zerstören und alle Charaktereigenschaften zu erhalten., obwohl der Stein segmentiert wurde. Dadurch entstehen auch im Falle eines Crashs keine scharfen Bruchkanten.
Maybach Zeppelin DS 8 von 1932
Das eigene Wappen im Auto
Zwar hat nicht jeder ein eigenes Wappen, aber so er es hat, kann er es als Stickerei in die Kopfstützen oder in Siebdrucktechnik in den Farben Gold und Silber auf Klavierlack oder in das Leder der Türverkleidung einarbeiten lassen. Es können auch nur die Initialen des stolzen Besitzers sein. Wer sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellen will, sondern dem Luxusgefährt huldigen, kann sich mit dem Doppel-M-Emblem der Maybach Manufaktur bescheiden.
Und natürlich muss man sich auch nicht mit Chromteilen zufrieden geben. Auf Wunsch kann man sämtliche Chrom-Zierteile im Innenraum mit einer hauchdünnen 24-Karat-Echtgold-Auflage veredeln lassen. Keine Frage, dass auch die Schlüssel für das Luxusauto in Gold zu haben sind.
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