Geschrieben von: Andrea Przyklenk   

Ferrari aus dem Osten
„Im Tunnel an der Decke fahren“

Aerodynamik und zeitgemäßer Komfort
Sportwagen - Apollo Speed

Sportwagen

Es gibt sie doch noch: Die Autobauer, die sich zur Liebe am schnellen Fahren, zu PS und zum Design „flach, breit, brutal“ bekennen. Die Sportwagenmanufaktur Gumpert GmbH aus Altenburg in Thüringen tut das sogar ziemlich kompromisslos mit ihrem „Apollo Speed“. Der Sportwagen ist ein Traum fürs Auge aller PS-Liebhaber. Ferrari war gestern – Apollo Speed ist heute.

Flache Flunder

Der V8-Biturbo von Audi mit vier Liter Hubraum und wahlweise 700 oder 800 PS schafft es mit 700 PS in nur drei Sekunden von 0 auf 100. 360 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft der nur 1.200 Kilogramm schwere Bolide mit Leichtigkeit. Und mit 1,1 Meter Höhe kann man ihn getrost zur Spezies „flache Flunder“ zählen, aus der das elegante Aussteigen eine echte Herausforderung darstellt, auch wenn die Flügeltüren maximalen Platz versprechen.

PS und Sportwagen-Design aus den Osten



Zu übersehen ist der Apollo Speed auf keinen Fall. Dafür sorgt neben dem dominanten Heck auch die Zweifarben-Lackierung der Carbon-Karrosserie. Und auch technisch lässt der Supersportler nichts zu wünschen übrig: High-Tech-Werkstoffe, vollsynchronisiertes 6-Gang-Getriebe, eine ausgefeilte Aerodynamik und zeitgemäßer Komfort wie Klimaanlage, DVD-Multimediasystem und Rückfahrkamera garantieren maximalen Fahrspaß.

Sofern man ihn sich leisten kann – fast 480.000 Euro mit Speed-Paket kostet der Spaß. Dafür gibt es allerdings mehr als einfach einen Zweisitzer: einen reinrassigen Rennwagen mit Straßenzulassung.

Kompromisslos

High-Tech unter Carbon-Karrosserie

Rücksitze darf man dafür nicht erwarten. Hinter Fahrer- und Beifahrersitz sitzt nämlich der Motor. Kofferraum? Fehlanzeige. Aber wer möchte bei so einem Geschoss auch Rücksitze und Kofferraum. Der Apollo Speed ist ein reinrassiges Spaßfahrzeug, das seinem Fahrer volle Konzentration abverlangt.

Zumindest sind dieser Meinung die Macher von Gumpert, die in ihrer Werbung ebenso kompromisslos sind wie mit den PS und dem Design des Hochleistungssportwagens: „Mehr Testosteron ist nicht fahrbar. Der Gumpert Apollo Speed such seinen Meister.“

Sportwagen - Apollo Speed


Auf jeden Fall ist Roland Gumpert mit diesem Auto (darf man es einfach Auto nennen?) das gelungen, wovon er träumte: „Mein Wunsch war immer, ein Auto zu haben, das so viel Anpressdruck hat, so viele Aerodynamikeffekte, dass man bei hoher Geschwindigkeit in einem Tunnel an der Decke fahren kann. Dieses Auto kann das.”

Exklusiv und innovativ

Gumpert gründete die Sportwagenmanufaktur 2001. Er konnte auf langjährige Erfahrung zurückblicken. Mitte der 70er-Jahre war der langjährige Audi-Manager federführend bei der Entwicklung des Allradwagens „Iltis“, dem Urvater des heutigen „Quattro“. Unter seiner Leitung gewann Audi Sport insgesamt 25 Weltmeisterschaftsläufe und wurde viermal Rallye-Weltmeister.

Rausch von Geschwindigkeit

Heute steht die Manufaktur für Exzellenz im Sportwagenbau. „Es ist das stetige Streben der Ingenieure die Grenzen des technisch Machbaren auszuloten und weiter zu entwickeln. Das Ergebnis sind technische Meisterwerke, die uns Menschen den Rausch von Geschwindigkeit und den Traum vom Fliegen und Fahren etwas näher bringen“, heißt es auf der Website.

Wer sich den Apollo im Detail anschaut, zum Beispiel das Fahrwerk oder die Aerodynamik, weiß, dass dieser Anspruch nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern auf Kompetenz basiert.

www.gumpert.de

Alle Fotos: Sportwagenmanufaktur Gumpert GmbH

 
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