Geschrieben von: Andrea Przyklenk   

Stadtflitzer für Aston-Martin-Fahrer
Nobel-Kleinwagen für Political Correctness

Nur 90 Gramm Co² beim Aston Cygnet

Bild: Aston Martin

In Zeiten von Erderwärmung, schmelzenden Polkappen, Feinstaub und Rohstoffknappheit sind die Fahrer von großvolumigen Sportwagen nicht gerade die beliebtesten Menschen. Außerdem gibt es inzwischen zahlreiche Liebhaber edler Karossen, denen die Umwelt ebenfalls am Herzen liegt. Diesen beiden Trends möchte der britische Sportwagenhersteller Aston Martin Rechnung tragen.

Der Toyota wird zum Aston-Martin-Produkt
mit dickem Kühlergrill und Lufteinlässen auf der Haube.

Die Fahrer der teuren Luxuskarossen sollen zumindest bei Stadtfahrten ein gutes Gewissen haben. Deshalb wird derzeit an einem Zweitwagen gebastelt – exklusiv für Besitzer eines Aston Martin. Der Kleinwagen „Cygnet“, der auf dem nur drei Meter langen Toyota iQ basiert, soll nur 90 Gramm Co² ausstoßen und von vorne zumindest aussehen wie sein großer Bruder, der „Aston Martin V12 Vantage“.

Unternehmenschef Ulrich Bez geht davon aus, dass sich 3.000 bis 4.000 der etwa 50.000 Aston-Martin-Besitzer für den Kleinen als Zweitwagen entscheiden werden. Es sei kein Jedermann-Auto, so Bez, aber sende eine klare Botschaft: „Ich kann mir einen Sportwagen leisten, aber ich bin der Umwelt gegenüber sensibel und setze das Auto entsprechend ein.“

Das Innenleben gibt es auf Wunsch wie bei der sportlichen Variante.

Bild: Aston Martin


Billig kommt die Sensibilität gegenüber der Umwelt den Aston-Martin-Fahrer, der sich für den standesgemäßen Zweitwagen entscheidet, nicht. Während der Toyota iQ in Deutschland ab etwa 13.000 Euro zu haben ist, wird das Basismodell des Cygnet wohl das Doppelte kosten. Es gibt auch Überlegungen, den Cygnet an die Käufer eines DB9 oder DBS gegen Aufpreis mitzuliefern.

Außerdem kann man sich den Kleinen natürlich mit allem ausstatten, was die sportlichen Vertreter der Nobelmarke ausmacht wie Edelholzintarsien, Sattelleder etc.

Bild: Aston Martin

Zwei standesgemäße Lufteinlässe auf der Haube dürfen nach ersten Entwürfen der Designer auch nicht fehlen. Vom Toyota iQ sollen nur noch das Basismodell und die Technik übrig bleiben. Um Ausstattung und Design will man sich bei Aston Martin selbst kümmern, und auch um die Produktion.

 

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