Geschrieben von: Andrea Przyklenk   

Professionelle Innenausstattung:
Wenn Wünsche Wirklichkeit werden

Claudia Wald und Mark Phillips gestalten Wohn- und Arbeitsräume.

Bild: mori-projects

Claudia Wald und Mark Phillips betreiben seit 2003 die Firma „mori:projects“. Mittlerweile gibt es auch noch „mori:products“. Das Kerngeschäft des jungen Unternehmens ist die Innenausstattung von Häusern und Räumen. Das kann auch Umbauten bis hin zur kompletten Entkernung eines Altbaus bedeuten. „Wir schaffen Raumerlebnisse“ sagen die Unternehmer. Das zweite, noch neue Standbein, ist der Verkauf eigener Kreationen, die bei den verschiedenen Aufträgen als Idee entstehen und dann in Produkte umgesetzt werden.


Von Mori gestaltet: Das Café Haag in Waiblingen bei Stuttgart.

Bild: Peter Thiede

Projekte von Mori findet man überall, in Einfamilienhäusern und schicken Stadtwohnungen ebenso wie in Anwaltskanzleien, Cafés, Restaurants, großen und kleinen Unternehmen. Innenausstattung von der Stange gibt es bei mori:projects nicht. „Die meisten unserer Kunden haben spezifische Wünsche und Vorstellungen. Außerdem gibt es funktionale Abläufe und rechtliche Vorgaben, die wir erfüllen müssen“, erklären Wald und Phillips. „Wir kommen nicht mit einem vorgefertigten Bild oder einem Katalog. Unsere Kunden erwarten von uns eine hohe Anpassungsfähigkeit. Wir erschaffen keine Räume für uns, sondern lassen die Wünsche unserer Kunden Wirklichkeit werden.“

Kreative Fundgrube

Ausblicke sind Teil des Wohn-Gefühls.

Bild: mori-projects

„Lebens- und Arbeitsräume sollen nach unserem Verständnis Emotionalität, Atmosphäre und Freude ausstrahlen“, sagt Wald. Akzente setzen außergewöhnliche Ideen, Materialien, Kompositionen und Verwendungen. Um das Optimale zu erreichen, arbeiten der Architekt und die Innenarchitektin nicht nur mit Möbeln, Leuchten und Textilien von Designern aus aller Herren Länder, sondern greifen auch zu ungewöhnlichen Materialien, verändern oder ergänzen sie, kombinieren sie ungewöhnlich oder lassen nach eigenen Vorstellungen schreinern, nähen, klammern und heften.

Da werden Vorhänge vor Wände gehängt, das Gestell einer Ikea-Lampe mit einem Ballonröckchen verkleidet, alte Stühle mit schicken Bezügen ausgestattet, Stoffreste als Bilder verwendet, Textilschals vor langweilige Regale gehängt und Gegenstände zweckentfremdet. Die Geschäftsräume in der Böblinger Straße im Stuttgarter Süden sind sozusagen eine kreative Fundgrube für jeden der eine Wohnung einrichten möchte.

Wohnräume oder –träume?

Bild: mori-projects

Über den Tellerrand hinausschauen

Bild: mori-projects

Die Unternehmer ergänzen sich hervorragend. Während Phillips sich mit den architektonischen Gegebenheiten und den baurechtlichen Vorschriften, die einzuhalten sind, sehr gut auskennt, konzentriert sich Claudia Wald auf die textile Innenausstattung der Räume. Nach ihr wurde auch das Unternehmen benannt. Wald heißt im Japanischen „mori“.

Natürlich und harmonisch wirken auch die Raumerlebnisse, die Mori und Phillips gemeinsam schaffen. Schaut man sich an, was die beiden bisher an Projekten im Privatbereich gemacht haben, fällt auf, dass sie immer den Charakter des Gebäudes bewahren und die Umgebung durch Ausblicke miteinbeziehen.

Egal ob es sich um eine Altbaumodernisierung, Erweiterung oder einen Neubau handelt. „Vier kubische schwarze Würfel in einen Raum zu stellen, reicht nicht aus“, sagt Wald. „Die Bewohner müssen sich in ihren Räumen wohlfühlen und wiederfinden. Deshalb ist es wichtig, für jeden Raum individuelle Lösungen zu finden, die sowohl zum Geschmack als auch zum Geldbeutel des Bewohners passen. Möbel und Accessoires, die schon vorhanden sind und die der Kunde behalten möchte, beziehen wir selbstverständlich in unsere Vorschläge ein.“

Ein neues Projekt entsteht gerade in der Adlerstraße im Stuttgarter Süden. Dort präsentiert und vermarktet Mori acht Loftwohnungen in einem denkmalgeschützten Altbau. Ob der gestalterischen Möglichkeiten, die sich dort bieten, geraten Wald und Phillips ins Schwärmen.

www.mori-projects.de

 
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